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Gewichtsreduktion

Unser Abnehmprogramm

Unser Abnehmprogramm macht sich, im Gegensatz zu anderen Abnehmprogrammen oder „Wunderdiäten“, die biochemischen Erkenntnisse über die Wirkungen des Hormons Insulin im Körper zunutze.

Ein hoher Insulin-Serumspiegel (Hyperinsulinismus) im Blut, wie er beispielsweise durch eine zucker- und kalorienreiche Ernährung verursacht wird, führt zu einer Einlagerung von Nahrungsfett in das Speicherfettgewebe des Körpers und gleichzeitig zu einem Umbau von Zucker in Speicherfett. Außerdem wird der Abbau von Speicherfett durch Insulin gehemmt. Ein über längere Zeit sehr hoher Insulin-Serumspiegel verursacht darüber hinaus eine immer stärker abnehmende Wirkung des Insulins auf die Körperzellen. Das bedeutet, dass die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin ausschütten muss, um den Glucose-Blutspiegel zu senken. Dadurch entsteht ein Teufelskreis – immer mehr Insulin setzt die Ansprechbarkeit der Körperzellen auf Insulin herab. Man nennt dies „Insulinresistenz“, das heißt, die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin.

Die Insulinresistenz wird in erster Linie für die Entstehung des sogenannten „tödlichen Quartetts“ verantwortlich gemacht.

Diese vier Risikofaktoren, Adipositas (Übergewicht), Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus und Hyperlipidämie (Fettstoffwechselstörung), führen in ihrer Gesamtheit letztendlich zur Atherosklerose (Arterienverkalkung) mit ihren Folgeerkrankungen Myokardinfarkt (Herzinfarkt) und Apoplex (Schlaganfall).

Soll das Körpergewicht durch einen gezielten Abbau von Körperfett reduziert werden, muss der Insulinspiegel des Blutes möglichst niedrig gehalten werden, da Insulin den Abbau von Speicherfett hemmt.

Wie kommt es zu einem Anstieg des Insulin-Serumspiegels?

Die Hauptaufgabe des Insulins ist es, den Glucose-Blutspiegel normal zu halten und nicht zu stark ansteigen zu lassen. Ein durch die Nahrungsaufnahme verursachter Anstieg des Glucose-Blutspiegels bewirkt eine Ausschüttung von Insulin aus dem Pankreas (Bauchspeicheldrüse) ins Blut. Einfache, das heißt süß schmeckende, Kohlenhydrate, wie Traubenzucker und Haushaltszucker, werden im Darm sehr schnell aufgenommen und führen zu einem schnellen und starken Anstieg des Glucosespiegels.

Komplexe Kohlenhydrate, das heißt Vielfachzucker, wie beispielsweise Stärke, müssen dagegen im Darm erst verdaut und in einfache Kohlenhydrate gespalten werden. Verzehrt man stärkehaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel Vollkornbrot oder Müsli, steigt der Glucose-Serumspiegel nur langsam und wenig an.

Je schneller und stärker der Glucose-Blutspiegel aber steigt, desto mehr Insulin wird aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut abgegeben. Ein Maß dafür, wie schnell und wie hoch der Glucose-Serumspiegel nach der Nahrungsaufnahme ansteigt, ist der sogenannte glykämische Index (GI).

Einfache Kohlenhydrate, wie Traubenzucker (Glucose), rufen einen schnellen, steilen Anstieg des Glucosespiegels hervor. Der glykämische Index der Glucose ist 100. Komplexe Kohlenhydrate aus stärke- und ballaststoffreichen Lebensmitteln führen zu einem langsameren und geringeren Glucosespiegelanstieg. Der glykämische Index dieser Lebensmittel liegt zwischen 30 und 60.

Neben den komplexen Kohlenhydraten lassen auch Fett und Eiweiß, die in der Leber zu Traubenzucker umgebaut werden können, den Glucose-Serumspiegel nur langsam ansteigen. Der glykämische Index von Fett und Eiweiß liegt ebenfalls zwischen 30 und 60.

Der glykämische Index der Lebensmittel steigt durch deren industrielle Bearbeitung (Mais 70, Popcorn 85). Es ist davon auszugehen, dass bei einem glykämischen Index ab 60 der starke Anstieg des Glucose-Serumspiegels einen hohen Insulinspiegel verursacht. Vereinfacht wird in diesem Fall von „schlechten Kohlenhydraten“ gesprochen. Hingegen werden die Kohlenhydrate, deren glykämischer Index höchstens 50 beträgt, „gute Kohlenhydrate“ genannt. Allerdings sollte bei dieser Bewertung niemals die absolute Menge einer Kohlenhydratquelle außer Acht gelassen werden. Einige wenige Gramm Kohlenhydrate mit höherem glykämischen Index, sind innerhalb der Masse einer Mahlzeit mit niedrigem Index zu tolerieren.

Der glykämische Index von Getreide ist niedriger, wenn die Ballaststoffe erhalten bleiben. Daher ist es ratsam, das ballaststoffreiche Vollkorn und Vollkornbrot zu essen, das zusätzlich einen hohen Gehalt an Vitaminen und Spurenelementen hat.

Wir haben für Sie auf Wunsch weitere Informationen zum glykämischen Index – inklusive Lebensmittellisten – zur Verfügung.

Ein niedriger Insulin-Serumspiegel fördert den Abbau von Speicherfett (Lipolyse) und bremst den Aufbau von Fettgewebe (Lipogenese). Des Weiteren führt ein niedriger Insulin-Serumspiegel gleichzeitig zu einer vermehrten Ausschüttung des Wachstumshormons (STH), das bedeutet Anti-Aging – „Alt werden und jung bleiben“.